Craniosacral Balance

Wirkungsweise

Craniosacral Balance ist eine sanfte, meist als sehr angenehm empfundene Körperarbeit, bei der dem Klienten/der Klientin mit Respekt und Achtsamkeit begegnet wird. Der Praktizierende unterstützt den Klienten/die Klientin mit feinen manuellen Impulsen und spezifischen Techniken auf dem Weg zur Selbstheilung. Diese Zusammenarbeit belässt den Klienten/die Klientin in seiner/ihrer Eigenverantwortung, d.h., der Behandelnde gibt Hilfestellungen, aber es geschieht nur, was der Klient/ die Klientin zulassen möchte.

Craniosacral BalanceZurückliegende Traumata, die beispielsweise durch Sturz, Schock, psychische Belastung, Operationen oder Unfall (z.B. Schleudertrauma) verursacht wurden, sowie chronische Dysfunktionen können sich lösen. Auch länger zurückliegende Ereignisse können im Körpergewebe gespeichert sein und durch die Behandlung aufgelöst werden.

In der Schwangerschaft kann das körperliche und psychische Wohlbefinden der Mutter durch regelmäßige Behandlungen verbessert werden. Nach der Geburt profitieren die Mutter und vor allem das Baby sehr von einer Behandlung. So genannten „Schreibabys“ kann oft durch wenige Behandlungen geholfen werden und auch Hüftprobleme bei Säuglingen sprechen auf die Behandlung im Allgemeinen gut an.

Auch bei Schlaflosigkeit, Migräne, Rückenbeschwerden und zahlreichen psychosomatischen Beschwerden wurden bereits gute Ergebnisse erzielt.

Die Grundlagen

Der Name Craniosacral Balance setzt sich aus den Begriffen Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) zusammen. Das Wort „Balance“ bezieht sich auf den, durch diese Technik möglichen Ausgleich, auf das Wiederherstellen des natürlichen Gleichgewichts im Körper.

Das Craniosacarale System beinhaltet die beiden Pole Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum), sowie die Gehirn- und Rückenmarkshäute (Membranen). Innerhalb dieses Systems pulsieren die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeiten. Dieser Craniosacrale Rhythmus, überträgt sich auf den gesamten Körper. Auch alle Knochen, vom Kopf bis zu den Füssen, sind dadurch in ständiger, rhythmischer Bewegung. Ein ungestörter Rhythmus ist wichtig für die Entwicklung, Funktionsfähigkeit und Gesundheit des Menschen. Veränderungen in diesem System lassen sich spüren, und geben dadurch die nötigen Hinweise für die Arbeit mit den betroffenen anatomischen und energetischen Strukturen.

Ursprung und Hintergrund

William G. Sutherland entdeckte in den 20er bis 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, dass der Schädel (Cranum) rhythmische Bewegungen ausführt, die sich bis ins Kreuzbein (Sacrum) fortsetzen. Er entwickelte Techniken, mit denen er dieses System beeinflussen konnte. Seine Arbeit wird als Craniosacrale Osteopathie bezeichnet. Dr. John Upledger hatte in den 1970-er Jahren während einer Wirbelsäulen-Operation die Gelegenheit, den Craniosacralen Rhythmus an der Dura mater spinalis (das Rückenmark umfangenden äußeren Hirnhaut) zu beobachten und entwickelte in der Folge das, was wir heute CranioSacrale Therapie nennen.

Klientel, Zeitaufwand und Arbeitsform

Craniosacral Balance kann bereits vor der Geburt bei Schwangeren, am Neugeborenen bis hin zum alten Menschen angewendet werden. Dies ist auch dann möglich, wenn diese in sehr schmerzvollem oder gebrechlichem Zustand sind.

Eine Behandlung dauert ungefähr eine Stunde, bei Kindern und älteren Menschen kann sie kürzer sein. Der Klient/die Klientin liegt in bequemer Kleidung auf einer Massageliege. Es kann auch im Sitzen gearbeitet werden. Der Behandelnde erfühlt mit den Händen am Körper des Klienten/der Klientin den momentanen Zustand. Darauf aufbauend, und unter Berücksichtigung der vorhandenen Beschwerden, findet er die notwendigen Griffe, um eine Lösung bzw. Entspannung zu unterstützen. Die Therapie kann verbal begleitet werden oder in Ruhe stattfinden. Durch das Einfühlen in den Klienten/die Klientin und den achtsamen Umgang wird auch das Loslassen von emotional Belastendem ermöglicht.

Die Anzahl und Häufigkeit der Behandlungen orientiert sich am Heilungsprozess. Meist ist es so, dass umso mehr Behandlungen nötig sind, je länger die Beschwerden bereits bestehen.

Weitere Indikationen

Asthma, Atembeschwerden, Bandscheibenvorfall, Depressionen, Erschöpfungszustände, Hormonstörungen, Hörstörungen (z.B. Tinnitus), Hyperaktivität, Hypertonie, Ischiasbeschwerden, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Migräne, motorische und sensorische Störungen, Schlafstörungen, Schock, Spasmen, Stress, Unfälle, Verdauungsprobleme, Zahn- und Kieferprobleme, Zähneknirschen, usw.

Bitte beachten Sie, dass Craniosacral Balance keinen Ersatz für medizinische Diagnose und Therapie darstellt!

→ Lebens-Qi GÄNSERNDORF

→ Susanna Kohlweiß-Czerny

→ Cranio Sacrale Balance Grundausbildung!!!

Für den Text verantwortlich: Susanna Kohlweiß-Czerny

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